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Der Raum Fischbach

Details

Die heutige Oberflächengestaltung des südlichen Teiles des Landkreises Birkenfeld, dazu gehört der Raum Fischbach, wurde maßgeblich von der geologischen Entwicklung in der sog. "Perm-Formation" beeinflusst.
Sie begann vor etwa 290 Millionen Jahren und
dauerte ca. 40 Millionen Jahre. Aus dieser unvorstellbar fernen Zeit (Permzeit) haben besonders 2 Vorgänge - vereinfacht dargestellt - deutlich Spuren hinterlassen:

 

1. Vorgang

Durch gewaltige Abtragungen von in etlichen Millionen Jahren vorher entstandenen Gebirgen nördlich und südlich des Fischbacher Raumes, wurden ungeheure Mengen von Geröll, Sand und Ton von Flüssen und Bächen angeschwemmt und in Senken und Tälern abgelagert (Saar-Nahe-Senke).

Dieses Ablagerungsgestein, auch Sedimente genannt, wurde nach und nach wieder durch Hitze und Druck "zusammengebacken". Wegen seiner durch Eisenoxyd verursachten rötlichen Farbe wird es unter dem Sammelbegriff "Rotliegendes" geführt.
Die Schichten des Rotliegenden sind ein Teil des Bodens Fischbachs und Umgebung.
Als solche kommen vor:

  • Konglomerate (rundes, zertrümmertes Ablagerungsgestein)
  • Sandsteine (Gesteinstrümmerchen bis 2mm dick)
  • Schieferton (durch anhaltenden Druck wird Ton geschiefert)

2. Vorgang


In dieser Permzeit macht sich auch das unruhige Innere der Erde bemerkbar. Die Gegend um Fischbach wurde Schauplatz eines ausgeprägten, an die Oberfläche austretenden Vulkanismus. Diese Rotliegenden Vulkane waren keine "Feuerberge" wie z.B. der Ätna oder Vesuv in Italien, sondern riesige, flächenhafte Ergüsse, wobei sich nach und nach Lavadecken von zum Teil mehreren hundert Metern Mächtigkeit auftürmten.
Gewaltige magmatische Massen pressten sich nach oben in die Schuttsedimentation ein, erstarrten darin oder drangen zwischen den eingefüllten Ablagerungsgesteinen hindurch und hoben diese zum Teil an die Oberfläche. Dabei bildete sich die bergig, schluchtige Landschaft. Da sich das Gestein durch Erstarren der dickflüssigen Schmelze bildet, nennt man es Erstarrungsgestein und unterscheidet u.a. in:

Porphyrit (älter) / Andesit (jünger) - bräunlich-rötlich quarzporphyr
Melaphyr (älter) / Basalt (jünger) - bläulich schwarz melaphyr

 

Kupferentstehung


Während dieses Erstarrungsvorganges und Erkaltens entstanden Risse, Spalten, Brüche und Klüfte im Gestein. Aus großen Tiefen stiegen heiße Dämpfe mit unter kupferhaltigen Lösungen nach oben (hydrothermale Vererzung).

Diese Gase / Dämpfe wurden in den Rissen und Spalten des bereits erkalteten Gesteins eingepresst, verflüssigten sich und schieden u.a. ihren Kupfermetallgehalt aus; durch ähnlichen Vorgang bildete sich auch das Achatgestein. Sein Vorkommen ist die Grundlage der Edelsteinindustrie in der Umgebung.

Das Immerwährende Wechselspiel der Verwitterungskräfte Hitze, Kälte, Wind und die einschneidende Tätigkeit des Wassers, der Bäche haben in Jahrmillionen die heutige  Oberflächenform der abwechslungsreichen und reizvollen Fischbacher Landschaft gestaltet, sozusagen aus der permischen Urform herausmodelliert!


Zusammenfassung


Die erdgeschichtlichen Abläufe in der Permzeit waren, mehr als Vorgänge, bedeutsam für die Ausformung der Oberflächengestalt des Raumes und für die Entstehung der Fischbacher Kupfererzlagerstätten, heute ein Besucherbergwerk, einzigartig in Europa!

Eine ausführliche Darstellung der Geschichte Fischbachs können Sie nachlesen in: Ortsgemeinde Fischbach (Hrsg.), Fischbach an der Nahe, Selbstverlag, 1994. Zu beziehen über den Ortsbürgermeister.

   
© Fischbach an der Nahe