• modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach1.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach11.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach12.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach13.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach2.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach3.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach4.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach5.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach6.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach7.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach8.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Fischbach9.jpg
  • modules/mod_lv_enhanced_image_slider/images/demo/Panorama-3.jpg
   

Unterirdische Urkraft der Melodie

Details

KULTURSOMMER Inszenierung „Hildegard und Disibod“ im Kupferbergwerk Fischbach begeistert Zuschauer.
(Allgemeine Zeitung, 22.08.2011)

 

Mit einem außergewöhnlichen Konzert an einem ungewöhnlichen Ort begeisterten die Veranstalter des Idar-Oberstein Kultursommers an zwei Tagen ein großes Publikum. Das Fischbacher Kupferbergwerk bot ein wunderschönes Ambiente für die gesungenen und getanzten Bilder mit keltischen Klängen und Musik des Mittelalters: „Hildegard und Disibod“. 

Hildegard und Disibod

Die Musik in der kathedralartigen Kulisse des Kupferbergwerkes brachte das Publikum so auch zum Innehalten, gespannten Lauschen und Mitfühlen.

Die Auftaktveranstaltung war schon Tage zuvor ausverkauft, wie die Idar-Obersteiner Kulturreferentin Annette Strohm berichtete. Auch die sonntägliche Veranstaltung wurde von fast zweihundert Gästen besucht.

Weiterlesen

Alles passte: Der schmale Felseingang, die besondere Atmosphäre des unterirdischen Raums und die stille, lichtlose Umgebung konnten dem Zuhörer einen Eindruck der Form der Abgeschlossenheit bieten, die Hildegard von Bingen als Reklusin in der Einmauerung im Kloster Disibodenberg erlebt haben mag.

Unter der Leitung des Kreiskantors Roland Lißmann war irisch-keltische und mittelalterliche Musik zu hören, aber auch moderne Adaptionen der hildegardschen Musik, szenisch umgesetzt vom Freien Tanztheater Frankfurt (Inszenierung Marie Luise Thiele). „Natürlich Kultur“ lautet das Motto des diesjährigen Kultursommers, so bot sich dieser magische Ort für dieses kulturelle Highlight geradezu an, erklärte Strohm. Die 45 Sängerinnen von „FriFra Voce“, dem Mädchen- und Frauenchor Obere Nahe als auch von dem Vokalensemble für Hohe Stimmen „arSoni“ aus Wiesbaden liefen zur Hochform auf. Und dann war noch das schöne Zusammenspiel der keltischen Harfe, Saxofon, Klarinette, Tuba und Percussion. „Die große Resonanz an diesem außergewöhnlichen Ort hat mich genauso begeistert wie alle Ausführenden“, sagte Lißmann, der die Choreographie des Tanzensembles nach eigenem Bekunden Extraklasse fand.

Die Musik umfasste meist Klänge des irischen Musikers und Komponisten Michael McGlynn. Die zeitlos anmutenden Hildegard-Gesänge vermittelten dem Zuhörer die Urkraft der archaischen Einstimmigkeit. Hildegard von Bingen hat sich intensiv mit dem Gründer ihres Klosters auseinandergesetzt. Im Jahre 1170 hat sie mehrere Antiphone über den Heiligen Disibod verfasst. Zwei dieser Disibod-Gesänge waren Bestandteil des 90-minütigen Programmes. Es war die von Fröhlichkeit überstrahlte Musik, die begeisterte. Besonders in „Kyrie“, „Whispers of Paradise“ und „Sanctus“ wurde deutlich, wie sehr der zeitgenössische Komponist McGlynn Melodiesequenzen der Nonne vom Disiodenberg in seiner Musik verarbeitet. Die mittelalterliche Melodie „Media Vita“ zog einen Schlussstrich unter ein feines Konzert, wo alles in englischer, lateinischer und schottisch-gälischer Sprache gesungen wurde.

 

22.08.2011 - FISCHBACH

Von Günter Weinsheimer (Allgemeine Zeitung)

zum Originalbericht der Allgemeinen Zeitung

   
© Fischbach an der Nahe